Das Schlimme an diesem mentalen Fasten ist, dass ich irgendwann an den Punkt komme, wo meine Gedanken Karussell fahren, sich munter im Kreis drehen und ich das Gefühl habe abspringen zu müssen - es aber aufgrund der Geschwindigkeit nicht mehr kann.
Daher dieses mal nicht viel Text - nur zwei Gedanken aus dem Fastenkalender und der Fastenmail:
Nicht sofort entscheiden (Woche 2)
Hör mal, begann ich
und Gott hörte
den Wind in den Eichenbäumen
die fehlenden Worte
die Stille des Entsetzens
den wütenden Herzschlag
das Trotzdem
vor allem das Trotzdem.
Da wusste ich
ich hatte genug gesagt.
Susanne Niemeyer
Nicht sofort drauflosschaffen (Woche 3)
Darum lautet mein Vorschlag für Sie in der kommenden Woche: Schaffen Sie sich Momente, in denen Sie sich fragen, ob das, was Sie gerade tun, das Richtige ist. Dazu sollten Sie sich einen Wecker stellen, der Ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt des nächsten Tages ein Signal gibt. Am besten nutzen Sie Ihr Handy dafür, weil sie das leicht bei sich tragen können. Sie selbst bestimmen, wann dieser Zeitpunkt sein soll. Suchen Sie sich am besten einen Moment aus, an dem Sie voraussichtlich nicht beruflich arbeiten werden. Wenn dann der Wecker klingelt, unterbrechen Sie, was Sie gerade tun – egal, was es ist. Fragen Sie sich: Welche Alternative gibt es zu dem, was ich gerade mache? Habe ich das „gute Teil“ gewählt? Tu ich das Richtige? Wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie das Richtige tun, dann stellen Sie Ihren Wecker für den nächsten Tag neu, und machen Sie einfach weiter. Wenn Sie merken, dass Sie eigentlich etwas anderes tun könnten und sollten, dann tun Sie das! Und stellen Sie sich auch in diesem Fall den Wecker neu für den kommenden Tag.
Mein Wecker für morgen ist gestellt.
Stellt sich nur die grundsätzliche Frage: Ist alles was ich tue eigentlich überhaupt noch das Richtige?
Mir graut vor der Antwort.
Genießt den Frühling ihr Lieben!
Astrid
