Mittwoch, 24. August 2016

Wo samma, do samma ...

Während für viele hier in NRW heute wieder die Schule beginnt, haben wir - dank eines Fünftklässlers im Haus - noch einen weiteren Ferientag.

Könnte eindeutig schlimmer sein ;o)

Dies bedeutet zwei Dinge:

a) wir sind mit dem Boot nicht untergegangen und
b) wir haben den Rückreisestau am Sonntag gut überstanden.

Segeln war wie immer schön - ich kann nirgendwo besser relaxen als auf dem Boot. Das leichte Schaukeln entspannt mich total und beim Cloudspotting (Wolken beobachten) kann ich alles vergessen. (Ich könnte euch in diesem Post mit Wolkenbildern zuschmeißen ...)



Leider gab es nur wenig Wind - daher sind wir viel unter Motor gefahren, was dann für die Segler unter uns etwas langweilig war. Ich gehöre nicht zu dieser Fraktion - eine gewisse Schräglage des Bootes macht mich durchaus nervös und weil ich durch meinen Knöchel dieses Jahr noch ängstlicher war als sonst, war mir das Motoren durchaus recht.

Am letzten Tag gab es noch Wind und es reichte für eine halbe Stunde segeln

Segeln macht auch demütig (siehe Wind) - Wege von bis zu 500 m vom Liegeplatz bis zur Hafentoilette oder mit kaltem Wasser duschen, weil wenn zwei gleichzeitig duschen es mit dem heißen Wasser schon mal knapp werden kann im Hafen, sind keine Seltenheit.



Andererseits, wo hat man schon die Gelegenheit in Hamburg mitten in der City für 20 Euro mit 5 Personen zu übernachten. Blick auf die Speicherstadt, den Michel, die Elbphilharmonie, die Musicals und die Landungsbrücken inklusive. Und der nächste Bäcker ist auch nicht weit ;o)






Oder wann scheint einem schon mal der Mond so schön ...



Es gibt aber auch Tage, da sieht man morgens nix - Altweibersommer eben ...




Aber am Ende des Tages, ist es dann doch wieder so:


Klar verbringt man auch ein bisschen Zeit an Land. Unser Segelrevier war dieses Jahr ja die Elbe. Unser Kurs ging: Brunsbüttel - Glückstadt - Stade - Wedel - Hamburg - Wedel - Glückstadt - Cuxhaven - Brunsbüttel. Stadtbesichtigungen gehören dazu und diesmal natürlich das Watt.

Cuxhaven - Duhnen




Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir die Ostsee besser gefällt. Auf der Elbe ist man tiden-abhängig und dass heißt, dass man zum An- und Ablegen bestimmte Zeiten einhalten sollte, damit man mit dem Schiff nicht im Schlick stecken bleibt. D.h. zum Beispiel auch mal um 6 Uhr aufstehen um spätestens um 7 Uhr morgens aus dem Hafen zu kommen, damit man um 10:30 Uhr bei Hochwasser im Zielhafen ankommt und nicht dauernd gegen die Strömung kämpfen muss.


Aber jetzt ist Sommer und Hitze und Schwüle in Köln - ich vermisse ein bisschen die kühle Brise aus dem Norden.

Allen, die noch Urlaub haben, wünsche ich einen guten selben und allen anderen einen weiterhin beschwingten Alltag.

Astrid

Kommentare:

  1. Das klingt ja höchst interessant. Ich hoffe nur, dass ich nicht gleich wieder heule, weil alle am Wasser/Meer waren, nur ich nicht...
    Mach et joot am Donnerstag mit dem Sohnemann!
    A linksrheinisch

    AntwortenLöschen
  2. Hört sich prima an und die Bilder sehen toll aus - aber aufs Wasser bekommt uns keiner im Urlaub! Höchstens mal für eine kleine Fahrt. Dem Sohnemann viel Glück mit seiner neuen Klasse, ich wünsche ihm gute Lehrer und tolle Klassenkameraden - und Dir wenig Stress mit der neuen Situation. Liebe Grüße, wir genießen noch ein paar Tage frei. Wenn auch für unseren Sohnemann ohne Freibad oder ähnliches, Danke für die guten Wünsche

    AntwortenLöschen