Samstag, 17. Januar 2015

Das Abendlied

Heute erschien der neue "Spiegel" und dort wird an den 200. Todestag des Dichters Matthias Claudius erinnert. Und zwar mit seinem bekanntesten Gedicht "Abendlied".

Von dem ich - Banause - natürlich nur die erste Strophe kannte:

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht scharz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Die 4. Strophe erscheint mir in diesen Zeiten passender:

Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste,
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Man soll aber die Hoffnung nie aufgeben.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

Astrid

Kommentare:

  1. Ja, momentan finde ich viele solcher menschlicher Selbsterkenntnisse... Aber offensichtlich siegt die Doofheit immer...
    Ich höre gerade im Radio Jochen Malmsheimer in "Unterhaltung am Wochenende" - wunderbar! Aber Doofe hören auch nicht Radio oder gehen ins Kabarett.
    Ein schönes Wochenende!
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich muss zur Zeit häufiger an diesen alten Witz denken:
      Treffen sich zwei Planeten. Fragt der eine: Wie geht's? Sagt der andere: Schlecht! Ich hab Homo sapiens!

      Dir auch ein schönes Wochenende

      Löschen
  2. LIebe Astrid, das Lied, bzw. die erste Strophe, ich kannte auch nur die erste...fand ich immer zum weinen schön.
    Aber er hat noch weiter geschaut und dem Frieden der ersten Strophe nicht getraut...und er hat recht.
    glg Susanne

    AntwortenLöschen