Freitag, 21. März 2014

7 Wochen ohne

Mittlerweile ist die dritte Woche und mir qualmt schon der Schädel ...

Jede Woche hat ein eigenes Motto und zu jeder Woche gibt es eine Fastenmail, die einem Anregungen gibt sich dem Wochenthema zu nähern. Basis jeder Fastenmail ist ein Bibelspruch von dem sich dann die Fragen entwickeln. Da ich nicht sehr bibelfest bin, muss ich da meistens passen ...

Das Thema der 1. Woche war: Selber denken.
Denken wir selber oder lassen wir denken?
Denken wir "finstere" Gedanken oder gute?
Denken wir wahr und gütig oder verlassen wir uns auf unsere Schubladen und Vorurteile?

Also, meistens schneide ich da nicht so doll ab. Da ertappe ich mich dabei, dass ich mich den gepflegten Vorurteilen hingebe, weil es ja so schnell und bequem ist. Häufig lasse ich mich um des lieben Frieden willens belabern und schlucke meine Gedanken runter ... oder ich pauschalisiere, nach dem Motto: Alle anderen sind doof und ich muss die ganze Arbeit machen.

Das Thema der 2. Woche war: Selber suchen.
Da gab es eine Aufgabe:
Schritt 1 - Ein Ziel finden (quasi Pi mal Daumen etwas anvisieren)
Schritt 2 - Die Entfernung schätzen
Schritt 3 - Den Weg dorthin vermuten
Schritt 4 - Tatsächlich hingehen

Was nehme ich als Ziel? Ich hab hin und her überlegt und dann ist es mir eingefallen. Ich möchte meine liebe Namenskollegin Astrid (linksrheinisch) von "le monde de kitchi" treffen. In echt und in Farbe ;o) Damit ist das Ziel bekannt (Schritt 1). Die Entfernung ca. 9 km (Schritt 2). Also ich müsste mich nett anziehen, zu Fuß zur S-Bahn gehen. Mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof fahren. Dann in die U-Bahn umsteigen ... usw und so fort in Gedanken den Weg planen (Schritt 3). Und dann kommt das Schwierigste - Schritt 4 - Tatsächlich hingehen! Vielleicht schaffen wir es ja ... dieses Jahr ... so groß ist Köln ja gar nicht ...

Das Thema der 3. Woche ist: Selber reden.
Auch hier eine Übung:
Die erste Übung: Wenn Du geredet hättest.
Wie oft ertappe ich mich dabei, dass ich nix sage und mich hinterher darüber ärgere. Weil etwas anders gekommen ist, als ich es gerne hätte. Weil ich zu viel Angst hatte. Weil ich mich nicht für so wichtig halte. Weil mir das Thema zu doof ist. Weil ich keinen Streit möchte. Weil alle anderen schon zu viel reden. ...

Die zweite Übung: Wenn Du geschwiegen hättest.
Aber genauso gut ertappe ich mich dabei, dass ich mich innerlich anschnauze: Oh, warum konntest Du Deine Klappe schon wieder nicht halten. Wenn ich etwas einfach rausposaune. Wenn ich andere mit einem dummen Spruch abbügele. Wenn ich Geheimnisse weiter tratsche. Wenn ich mich in den Vordergrund spiele. Wenn ich zu jedem und allem meinen Senf dazu geben muss. ...


In diesem Sinne ein schönes Wochenende !!!

Kommentare:

  1. Du hast mir ein paar fröhliche Minuten hier auf dem Sofa beschert!!!!
    Genau so isses: Aufraffen! Geht mir doch genauso!
    Vielleicht machen wir es so: Wir treffen uns in der Mitte! Hauptbahnhof! Museumscafé oder so...Und dann guck ich wieder in meinen Kalender und sehe meine "Verpflichtungen", und, und, und...Blöd is das! Nächste Woche wird alles besser! Wir schaffen das!
    Herzlichst
    Astrid linksrheinisch

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    1. Nur net hudeln - wie der Österreicher sagt. Gut Ding will Weile haben und das Jahr ist noch lang. Eine Freundin und ich haben mal in einer Sektlaune ein Date festgemacht. Wir treffen uns in 25 Jahren, zu einer bestimmten Uhrzeit vor einer bestimmten Kneipe. Dazu haben wir ein Foto gemacht. Den Zettel mit dem Termin und das Foto trage ich seit dem in jedem Portemonnaie, das ich hatte. In 7 Jahren ist es soweit ... Also - Merke! Ich kann warten ;o))

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    2. Du bringst mich schon wieder zum Lachen! Aber: Wir schaffen das vorher!
      Gute Nacht!

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  2. Ich bewundere dich deine Gedanke hier so ehrlich, offen und humorvoll aus der Seele fliesen zu lassen. Weiter so! Ich schneide mir gerne ein Stuck von dein Mut ab :-)
    LG Caro

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  3. Hallo Caro, vielen lieben Dank für Deinen lieben Kommentar.

    Ich glaube mit 45 muss ich der Tatsache ins Auge sehen, dass ich so bin, wie ich bin. Und dass sich daran nicht mehr so viel ändern wird ;o)

    Aber eines ist ganz wichtig: Nie den Humor verlieren! Solange ich noch über mich selber lachen kann, ist alles gut !!!

    Viele liebe Grüße und bleib mir mit Heineken vom Leib *grins*
    Astrid

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